Vorsorge

Mit der urologischen Vorsorge ist im Wesentlichen eine Krebsvorsorge der Prostata, der Harnblase, der Nieren und des Darms gemeint.
Da die meisten Krebserkrankungen im Frühstadium ohne Symptome verlaufen, ist Vorsorge und damit eine Früherkennung, um so wichtiger. Gefühlt gehen Sie also gesund und ohne Grund zum Arzt. Aber je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 100.000 Männer und Frauen an urologischen Tumoren. Daher ist es eher unverständlich, dass bis heute nur etwa 20% der Männer zu einer regelmäßigen Vorsorge ab dem 45. Lebensjahr gehen. Sollten in Ihrer Familie Krebserkrankungen vorkommen, ist eine Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr sehr zu empfehlen.

Da die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung bei Weitem nicht das fachärztliche Möglichkeitspektrum abdeckt, können wir Ihnen in unserer Praxis auch dieIndividuellen Gesundheitsleistungen (IGe-Leistungen) empfehlen. Diese Leistungen werden von Ihnen privat bezahlt und bieten Ihnen als Vorsorge eine weit höhere Sicherheit, als es die gesetzliche Untersuchung je tun könnte.
Unter dem Punkt LEISTUNGEN/IGe-Leistung finden Sie das gesamte Spektrum der in unserer Praxis durchgeführten Zusatzleistungen.
Wir beraten Sie gerne, welche Leistungen für Sie sinnvoll und ratsam wären

Prostata-Vorsorge

Die häufigste urologische Krebserkrankung des Mannes ist der Prostatakrebs (=Krebs der Vorsteherdrüse). Ca. 70.000 jährliche Neuerkrankungen wurden alleine im Jahr 2014 in Deutschland registriert. Man geht sogar davon aus, dass 50% der über 70jährigen Männer einen unentdeckten/klinisch nicht auffälligen Prostatakrebs haben.

Wichtig bei der Früherkennung des Prostatakrebes ist der Tumormarker PSA (Prostata-Spezifisches Antigen). Das PSA ist ein Eiweiß, das fast ausschließlich in der Prostata produziert wird. Der PSA-Wert erhöht sich bei gutartiger Prostatavergrößerung, bei Prostataentzündung, bei sportlichen Aktivitäten, bei Medikamenteneinnahme – und auch beim Prostatakrebs.
Wurde ein erhöhter PSA-Wert festgestellt (kleiner als 4 ng/ml ist unbedenklich), sollte dieser zeitnah kontrolliert werden, um eine tatsächliche Erhöhung des Wertes zu bestätigen. Anschließend muss der Grund der Erhöhung gefunden werden.

Zur Vorsorge gehört u. a. der Tastbefund durch den Arzt sowie eine transrektale Sonographie. Dies ist eine Ultraschalluntersuchung, die durch den Enddarm vorgenommen wird. Da der Enddarm sehr nah an der Prostata gelegen ist, können über ihn organische Veränderungen an der Drüse leicht festgestellt werden.

Harnblasen-Vorsorge

Der zweit häufigste urologische Tumor ist der Blasentumor. Jährlich erhalten alleine in Deutschland 30.000 Menschen diese Diagnose, dabei sind Männer fast dreimal mehr gefährdeter als Frauen.

 

Zur frühzeitigen Diagnose von Blasenkrebs können wir Ihnen den NMP22-Test anbieten. Bei diesem Urintest wird ein spezifisches Eiweiß nachgewiesen, das vermehrt von Krebszellen produziert wird.
 

Folgende Verhaltensweisen und Substanzen können den Blasenkrebs fördern:
Rauchen verdoppelt das Risiko (eine Schachtel Zigaretten pro Tag über 20 Jahre konsumiert), Chemiearbeiten, Umgang mit Teer, Erdöl, Benzin, Arbeiten in der Gummiherstellung und Farbstoffherstellung, Haarfärbemittel, 4-Chlor-o-toluidin, Aminodiphenyl (4-Aminobiphenyl), Azofarbstoffe, β-Naphthylamin (2- Naphthylamin), aromatische Amine, Auramin, Beizen für Holz, Benzidin, Chlordimeform, Farben, Farbstoffe, Kreosot, Magenta, o-Toluidin, Papierfarbstoffe, Pech, Tetrachlorethylen („Per"), Trichlorethylen („Tri"), Lacke, Epoxidharze

Nieren-Vorsorge

Der Nierenkrebs steht an dritter Stelle der häufigsten urologischen Tumorerkrankungen. Auch bei dieser Tumorerkrankung gilt: Sind Symptome wie Bauch- und Flankenschmerzen oder blutiger Urin bereits vorhanden, handelt es sich in der Regel um eine schon fortgeschrittenen Tumorerkrankung.
Daher werden 50-70% der Nierentumore zufällig bei einer Ultraschalldiagnostik entdeckt.
 

Folgende Verhaltensweisen und Substanzen können den Nierenkrebs fördern:
Rauchen, Kautabak, Cadmium, Blei, Teer, Holzschutzmittel, petrochemische Substanzen und Lösungsmittel, Thorotrost (Röntgenkontrastmittel), Übergewicht, chronische Nierenschwäche, Schmerzmittelmissbrauch und erbliche Erkrankung wie das von-Hippel-Lindau-Syndrom.

Hoden-Vorsorge

Die meisten Krebserkrankungen werden bei Patienten über dem 50. Lebensjahr diagnostiziert. Bei Hodenkrebs ist dies anders - er ist die Krebsart der jungen Männer.
 

Sollten Sie unter 40 Jahre alt sein und plötzlich Hodenschmerzen bekommen, gehen Sie bitte sofort zum Arzt. Wirklich sofort! Im Frühstadium ist Hodenkrebs noch sehr gut heilbar, er muss aber von ärztlicher Seite sofort behandelt werden.

Darm-Vorsorge

Durch eine Laboruntersuchung kann verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl erkannt werden, was ein erstes Zeichen für eine Darmkrebserkrankung sein kann. Die genauere Abklärung kann durch eine Darmspiegelung erfolgen.
Wir führen Darmspiegelungen nicht durch, raten aber ausdrücklich zu dieser Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr.

So finden Sie uns
 

Dr. med. Jochen Stürner
Dr. med. Sandra Susic

Lindenstraße 5
77716 Haslach im Kinzigtal

Tel.: 07832 / 5752

Fax: 07832 / 67105
post@urologie-kinzigtal.de

 

Zweigpraxis Schiltach

Hauptstraße 60 

77761 Schiltach

Tel.: 07836 / 956 9440

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   Notfallzentrum des 
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   Freiburg

• Tel.: 0781 / 472-0

   Klinikum Offenburg

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